15 Jul 2010

Segantini Hütte und Berghaus Diavolezza

Verfasst von Rainer Frank

Wochenende im EngadinEndlich hab ich mal die Gelgenheit, nicht nur in den bayerischen Voralpen herumzuturnen. Für ein langes Wochenende entfliehe ich der Münchner Großstadthitze und statte dem sehr reizvollen Engadin einen Besuch ab.

Der Ort St. Moritz ist ja eigentlich mehr für den Wintersport bekannt. Wieso wurde mir in diesen Tagen nicht ganz klar, denn auch im Sommer hat diese Gegend so einiges zu bieten: Freitag morgens fahren wir mit dem Bus in ca. 10 Minuten nach Punt Muragl, von wo wir die ersten Höhenmeter mit der Standseilbahn überwinden. Erstmal ist das auch ganz angenehm, denn wenn man sieht, wie steil es nach oben geht, bewundert man zum einen die Schweizer Bahnbaukunst, zum anderen ist man froh, es nicht selbst laufen zu müssen ;)

Von der Bergstation Muottas Muragl gehts erstmal wieder ein kleines Stückchen bergab. Dann darf man sich aber durchaus anstrengen um die Steigung zur 2.731 Meter hoch gelegenen Segantinihütte zu bewältigen. Der schweißtreibende Aufstieg wird immer wieder mit eiem herrlichen Berg-Panorama und schließlich mit der leckeren Küche von Susanne und Angelo, von denen die Segantinihütte bewirtet wird, belohnt. Die Gerstensuppe kann ich wärmstens empfehlen. Wirklich lecker! Aber auch der Kuchen, den man schon fast riechen, bevor man die Hütte sehen kann, soll ganz hervorragend sein.

Nachdem wir uns bei einem traumhaften Bergpanorama mit leckeren Speisen gestärkt haben, geht es weiter abwärts in Richtung Alp Languard. Von dort erreichen wir mit dem Sessellift den Ort Pontresina, von wo aus wir in kurzer Zeit mit dem Zug zur Talstation Diavolezza gelangen. Sehr viele Hotels im Engadin bieten zur Zeit übrigens ab der zweiten Übernachtung ein Gratis-Bergbahnticket an, sodass man alle Anlagen der Bergbahnen, und oftmals auch die öffentlichen Verkehrsmittel, kostenlos nutzen kann.

Mit der Gondel lassen wir uns nun auf knapp 3.000 Meter Höhe – auf die Diavolezza – bringen. Anders als ich es in dieser Höhe gewohnt bin, findet sich hier keine Hütte mit eiskaltem Wasser und Außentoilette, sondern ein richtiges Hotel, das mit fließend heißem Wasser & Strom und eigentlich allem, was man von einem Hotel erwarten darf, aufwarten kann. Was es von einem “normalen” Hotel unterscheidet, ist vielleicht die mehr als geniale Zimmer-Aussicht auf den Pers-Gletscher. Wozu man da noch einen Fernseher aufs Zimmer gestellt hat ist mir ein Rätsel :-)

Auch wenn man sicherlich schon von der Diavolezza aus einen traumhaften Sonnenuntergang genießen kann, wollen es ein paar von uns noch genauer wissen; so gehen wir kurz vor Sonnenuntergang noch eine gute halbe Stunde in Richtung Gipfel, um das besondere Sonnenuntergangserlebnis zu bekommen. Wir werden aber leider entäuscht; der Wettergott meinte es nicht so ganz gut und hat die Sonne größtenteils hinter Wolken versteckt.

Schön war es trotzdem, und die Wetteraussichten für die morgige Wanderung auf dem Pers- und dem Moratsch-Gletscher sind trotz wolkigem Sonnenuntergang absolut vielversprechend.

Fazit: ein erster Tag im Engadin, der mir die Schönheit dieser Landschaft näher gebracht hat. Ich dachte: besser kanns nicht werden – und es wurde besser. Aber dazu mehr beim nächsten Mal.

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