9 May 2010
Mountainbiketour um den Herzogstand (ca. 50 KM)
Mein Ferse will seit dem Gleitschirmschnupperkurs noch nicht wieder so ganz gerne belastet werden. Aber in die Berge will ich ja trotzdem. Daher hab ich mich gestern gemeinsam mit Vroni zu einer Tour mit dem Mountainbike aufgemacht. Aus Vronis Bike Guide (nicht ganz richtig; eigentlich ist es Mosers Bike Guide, aber er gehört der Vroni) haben wir uns die Tour um den Herzogstand herausgesucht.
Da wir den Kesselberg nicht erst ganz zum Schluss machen wollten, starten wir, anders als Moser, bereits in Kochel die Rundtour, und haben uns damit ein sehr knackiges Stück gleich an den Anfang gelegt.
In Kochel parken wir das Auto gegenüber der Firma Dorst und strampeln die ersten Meter auf der Kesselbergstraße hinauf. Nach wenigen Minuten zweigt nach rechts ein Forstweg ab zur alten Kesselbergstraße. Wir nehmen diese Variante und lassen damit die doch immer wieder stark befahrene (neue) Kesselbergstraße links liegen. Die alte ist aber auch wesentlich steiler und wir sind beide ziemlich am Keuchen, als wir 859 Meter über dem Meer am vorerst höchsten Punkt angekommen sind.
Auf der Asphaltstraße gehts nun bergab nach Urfeld, und von dort weiter auf der Landstraße entlang dem wunderschönen Walchensee und auch gleich noch durch die gleichnamige Ortschaft.
Gleich nach dem Ortsausgang von Walchensee kreuzen wir die Straße und bleiben – anders als die Landstraße – dicht am See; wir folgen der Straße am See bis Einsiedl. Dieser Teil des Walchensees ist wirklich traumhaft. Nur selten verirrt sich ein Auto auf diese für PKW kostenpflichtige Strecke. Nach insgesamt ca. 1 1/4 Stunden erreichen wir Einsiedl und beschließen eine kleine Rast einzulegen.
Die Sonne zeigt sich gerade nur recht selten und die Rast bleibt kurz, denn wer rastet der rostet. und friert ![]()
Wir queren kurz die Landstraße und fahren auf einer Forststraße weiter Richtung Eschenlohe. Die nun folgenden 10 Kilometer sind in meinen Augen die schönsten der ganzen Tour. Steigung und Gefälle wechseln schnell ab. Wir durchqueren das Eschenlainetal, wo übrigens auch das Foto der Schlucht und des Wasserfalls in diese Schlucht entstanden ist. Wir fahren an Bächen entlang und durchqueren diese. Apropos: nass ist es mittlerweile immer wieder mal. von unten, wie auch von oben ![]()
Wir erreichen Eschenlohe und biegen kurz nach dem Ortsschild rechts ab Richtung Ohlstadt. Immer wieder trifft man übrigens auch auf den gelb-blauen Wegweiser “Herzogstandumrundung”, so viel kann man also gar nicht falsch machen. Nach kurzer Zeit erreichen wir Ohlstadt und finden dort nach kleiner Orientierungsphase auch den Rathausplatz. Hier legen wir erstmal noch eine kleine Rast ein, denn die knackigste Steigung steht uns jetzt gleich bevor.
Als der Nieselregen gerade wieder in richtigen Regen übergeht, strampeln wir wieder bergauf. Auf einer kleinen Betonpflasterstraße geht es eigentlich mäßig steil nach oben. Uneigentlich kommt einem auch eine mäßige Steigung irgendwann heftig vor, wenn sie nur lange genug geht.
Nach einer guten halben Stunde bergauf erreichen wir den höchsten Punkt unserer Tour. Und werden sogleich durch eine lange Abfahrt belohnt. Denn von hier ab geht es in einem Rutsch zurück bis zum Kochelsee.
Wir erreichen Schlehdorf am Kochelsee. Mosers Bike Guide bietet hier zwei Varianten an, entweder die Asphaltstraße, wobei nochmal einige Höhenmeter zu überwinden sind, oder traillastiger auf dem “Felsenweg”, direkt am Kochelsee entlang. Letztere Alternativ scheint uns die schönere zu sein. Der Felsenweg macht seinem Namen alle Ehre und man fährt (und / oder schiebt) direkt an steilen Felswänden vorbei, meistens dankenswerter Weise noch mit einem Drahtseil gesichert, sodass nur eine geringe Gefahr besteht, aus versehen in den See zu radeln, wenngleich man hier sein Bike schon im Griff haben sollte, oder eben absteigen muss. Ab und an ist es auch kein Weg, sondern eine Treppe. Da wird dann auch klar, warum dieses Fußgängerschild am Anfang des Weges stand ![]()
Der Weg zurück nach Kochel ist ab hier recht selbsterklärend und man kann nicht wirklich viel falsch machen. Mittlerweile ziemlich nass, ziemlich dreckig aber auch sehr zufrieden, erreichen wir nach insgesamt (inkl. aller Pausen) ca. 4 Stunden den Parkplatz in Kochel.
Fazit: landschaftlich sehr reizvolle, mit rund 50 KM einigermaßen lange, aber technisch unschwierige Mountainbiketour, die zwingend wiederholt werden will!







