13 May 2010

Auf die Brecherspitze (1683 m)

Verfasst von

www.tourenberichte.comEs ist Sonntag (18.04.) und ganz Europa sinniert über die Aschewolke und das damit verbundene Chaos an den Flughäfen. Eine gute Gelegenheit um sich in die Natur zurückzuziehen und eine schöne Bergwanderung auf einen der “Münchener Hausberge” vorzunehmen: Auf die Brecherspitze (1683 m)

Die Anfahrt beträgt 58 km und dauert eine knappe Stunde mit dem Auto. Alternativ kann man auch mit der BOB ab München bis Fischhausen – Neuhaus fahren.

Wir verlassen München um 8.30 Uhr über die A8 in Richtung Salzburg und fahren in Weyarn ab. Anschließend der B 307 folgen in Richtung Miesbach, Schliersee. Durch Schliersee fährt man hindurch und folgt der Straße in den Ort Neuhaus hinein. Man überquert die Bahngleise, biegt anschließend rechts ab. Von hier aus folgt man den Schildern in Richtung Brecherspitze. Parken kann man entweder am Bahnhof Neuhaus oder (noch näher vom Ausgangspunkt) in der Grünseestraße.

Auf ca. 800 Meter Höhe gehen wir los, über einen zunächst noch recht flachen Forstweg durch den Wald. Schon bald durchqueren wir einen Bach, der das Schmelzwasser ins Tal transportiert. Nun wird der Weg etwas steiler und ab ca. 1.100 Meter stapfen wir durch nassen, schweren Schnee – was die Tour etwas anstrengender gestaltet. Nach ca. einer Stunde erreichen eine weitläufige Almwiese, auf der sich die Ankelalm (1.311 m) befindet. Dort kann man sich mit einer kleinen Brotzeit oder Kaffe und Kuchen stärken.

Normaler Weise beginnt hier der Rundweg, der einen rechts über den Wiesenhang auf den Südwestgrat, vorbei an einer kleinen Kapelle und einem stillgelegten Skilift auf die Brecherspitze führt.

Aufgrund der Schneeverhältnisse ist dieser Weg jedoch nicht auffind- und begehbar, so dass wir nach der Ankelalm links Richtung Osten abbiegen (Weg ist ausgeschildert). Wir steigen durch ein recht steiles Schneefeld hinauf, welches dann in einen schmalen, mit Schnee bedeckten Pfad mündet.  Der Aufstieg gestaltet sich teils anstrengend, da man tief in den Schnee einsinkt.

Der Nordgrat führt durch Latschen-Gewächs und wird dank des Schnees das ein- oder andere Mal zu einer Kletterpartie – die sich nicht zuletzt wegen der fantastischen Aussicht auf den Schliersee und die umliegenden Gipfel und Täler bezahlt macht.

Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir den Gipfel. Ein wunderbarer Blick über schneebedeckte Berge, Spitzingsee, die Valepp und Tegernsee eröffnet sich uns.

Dort treffen wir auf erstaunlich viele Wanderer, die alle von der oberen Firstalm aus den einfacheren Anstieg gewählt haben.

Über den Südwestgrat steigen wir anschließend hinab. Hier ist der Schnee bereits vollständig weggeschmolzen. Teilweise ist der Pfad durch Stahlseile gesichert – hier ist Trittsicherheit gefordert. Nach ca. 15 Minuten gelangen wir an einen alten, stillgelegten Schlepplift und steigen  über das Schneefeld hinab zur Oberen Firstalm (1.375 m).

Da es kurz vor unserem Eintreffen heftig zu regnen und donnern beginnt, kehren wir dort ein und treffen auf eine gut gefüllte Hütte (man kann sie über einen breiten Forstweg innerhalb einer Dreiviertelstunde vom Spitzingsattel aus erreichen. Die obere Firstalm ist ganzjährlich bewirtschaftet und hat keinen Ruhetag).

Für den Abstieg gehen wir vom Sattel aus an nordöstlich einer stillgelegten Liftstation vorbei. Über einen Schneehang fahren wir herunter, an der Freudenreichalm vorbei. Der Schneehang mündet zunächst in einen Pfad und etwas später in eine Forststraße. Anschließend biegen wir rechts die Dürnbachstraße ab, die uns zurück nach Neuhaus führt.

Der von uns gewählte Rückweg scheint etwas unüblich zu sein, daher habe ich Ihn für Euch HIER in eine Karte gezeichnet.

Gerade noch rechtzeitig vor dem großen Gewitter kommen wir wieder an unserem ursprünglichen Ausgangspunkt an.

Gesamtdauer der Tour: ca. 5 Stunden.

Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel

Hier könnt Ihr Euch alle Bilder der Tour ansehen.

Fazit: eine sehr schöne Tour, die man auch gut an einem halben Tag bewältigen kann. Auf der Strecke gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten. Im Sommer ist die Tour jedoch sehr beliebt und damit mitunter auch sehr voll. Beste Jahreszeit für die Tour: zwischen Mai und September.

Hier gibt es findet Ihr übrigens auch noch eine Beschreibung der Wanderung auf die Brecherspitze.

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