6 Feb 2010

Winterwanderung für Langschläfer: Auf die Aueralm (1299 m)

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Winterwonderland: das Thermometer zeigt -6°C. Frau Holle beglückte uns mit 20 cm Neuschnee. Es ist Samstag. Erst einmal ist Ausschlafen und gemütlich frühstücken angesagt.

Am frühen Nachmittag treffe ich mich mit Steffi. Wir trotzen unserer Erkältung und machen uns auf den Weg nach Bad Wiessee am Tegernsee. Je fortgeschrittener die Uhrzeit, desto mehr Verkehr hat es auf der Landstraße von der Autobahnausfahrt Holzkirchen zum Tegernsee. Daher empfiehlt es sich auch im Winter Schleichwege über die Dörfer zu nehmen. Hat man sich erfolgreich bis Bad Wiessee vorgearbeitet, so biegt man am Ende des Ortes (von Gmund kommend) am Elektro-Laden Zill rechts ab (Richtung Fockenstein). Nach kurzer Zeit gabelt sich die Straße, wir biegen links ab in die Söllbachtalstraße. Kurz später kommt ein Wanderparkplatz, unser Ausgangspunkt.

Die uns bevorstehende Tour auf die Aueralm eignet sich perfekt für Langschläfer und alle, die es etwas gemütlicher angehen möchten.

Im Sommer ist der Weg zur Aueralm das Eldorado für hunderte Münchener Wanderer und Mountainbiker. Im Winter trifft man nur ab und an Spaziergänger, Schlittenfahrer, Skitouren- und Schneeschuhgeher.

Bei Schneefall stapfen wir auf ca. 820 m Höhe los durch das Söllbachtal in Richtung Aueralm. Der Weg ist bestens ausgeschildert. Nach ca. 5 Minuten passieren wir die Gaststätte Söllbachklause. Entlang des Söllbachs geht es weiter bergaufwärts durch einen Bergwald. Der Weg ist die meiste Zeit eher flach, wegen des Neuschnees aber nicht gerade unbeschwerlich. Unsere Nasen laufen schneller als unsere Beine. Auf 3/4 der Strecke kommt uns ein Räumfahrzeug entgegen. Das gestaltet uns den Weitermarsch deutlich angenehmer.

Kurz vor Zieleinlauf kommen wir auf eine Lichtung. Der Wind weht uns eisig um die Ohren. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht auf Fockenstein, Hirschberg, Roß- und Buchstein sowie die umliegenden Gipfel der Tegernseer Berge. Über eine letzte Steigung auf den Sattel erreichen wir nach knappen 2 Stunden (im Sommer dauert der Aufstieg ca. 1,5 Std.) die Aueralm.
Selbst im Winter lockt die Aueralm mit großzügigen Öffnungszeiten (Di – So 8.30 – 18 Uhr, Mi 8.30 – 22 Uhr).
Oben angekommen erwartet uns ein leckerer Schmaus in gemütlicher Hüttenatmosphäre. Wir wärmen uns erstmal mit einer heißen Schoki auf. Die wenigen anderen Hüttenbesucher sind hauptsächlich Skitourengeher und Schneeschuhwanderer.

Bei Einbruch der Dunkelheit machen wir uns auf den Rückweg. Den Abstieg “bezwingen” wir durch das Zeiselbachtal – zunächst etwas steiler, dann über einen flachen Forstweg. Mittlerweile ist es stockfinster und wir tasten uns mit Stirnlampe ins Tal hinab zum Wanderparkplatz Sonnenbichl.

Dort befinden sich zwei Schlepplifte mit Flutlichtanlage und traumhaft frischem Powder-Schnee. Zu schade, dass wir unsere Skier nicht mit im Gepäck haben!
Wir folgen weitere 5 Minuten der Straße abwärts und treffen dann wieder auf den Parkplatz Söllbachtal (an dem es sogar beheizte Toiletten gibt!)

Fazit: gemütliche und schöne Tour, die im Winter nicht ganz so überlaufen ist wie im Sommer. Für Langschläfer, die etwas frische Luft schnuppern möchten.

Tipp: diese Tour eignet sich wunderbar für eine Fackelwanderung im Dunkeln.

Hier kannst Du Dir Fotos von der Tour ansehen.

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Ein Kommentar to “Winterwanderung für Langschläfer: Auf die Aueralm (1299 m)”

  1. [...] letzte Mal bin ich im Februar auf die Aueralm (1299 m) gegangen, daher findet Ihr näheres zu Anfahrt, Parkplatz, etc. [...]

     

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