8 Feb 2010
Winterwandertour und Schneeschuhtour auf den Hirschberg (1670 m)
Trübe Aussichten in München. Alles grau in grau. Doch das Schmuddelwetter kann uns mal gern haben, und so machen wir uns auf den Weg in Richtung Tegernsee. Das heutige Tagesziel unserer Winter-Wandertour lautet Hirschberg.
Je näher wir dem Tegernseer Tal kommen, umso heller wird der Himmel. Und siehe da: über dem See blitzt der ein- oder andere Sonnenstrahl durch die Wolken. Inversionswetterlage olé!
Unter der Woche hat es getaut, geregnet und erneut 10 cm geschneit. Der Lawinenwarndiest schlägt Alarm und so sei die Tour mit besonderer Vorsicht gewählt.
Hinter Rottach-Egern biegen wir Richtung Enterbach rechts ab und zwei Dörfer weiter, in Scharling, parken wir (2 Euro Parkgebühr). Sogar im Winter ist der Parkplatz nahezu voll. Bereits am Parkplatz ist das Hirschberghaus ausgeschildert.
Wir starten auf ca. 820m und gehen zunächst eine geteerte Straße in Richtung Wald, die nach einigen hundert Metern in eine Forststraße mündet. Der Forstweg schlängelt sich recht flach durch den Wald. Auf dem plattgetretenen Schnee lässt es sich angenehm gehen, ab und an kommen uns Schlittenfahrer entgegen.
Der Himmel kann sich heute nicht so recht entscheiden zwischen Nebel und blau mit Sonnenstrahlen. Nach einer Stunde – gerade kein Nebel – sehen wir den Vorgipfel. Eine halbe Stunde später erreichen wir die Materialseilbahn des Hirschberghauses.
Von hier aus wird der Pfad steiler. Der Weg ist nun nicht mehr geräumt, und so reicht uns der Schnee zeitweise über die Knie. Das gestaltet die Tour konditionell etwas anspruchsvoller als es die ersten 1,5 Stunden der Fall war
Der nun folgende Pfad ist an einigen Stellen mit Drahtseil gesichert und teilweise rutschig. Nach guten 30 Minuten erreichen wir den Vorgipfel auf 1545 Metern. Wäre kein Nebel, so würde man von hier aus sowohl den Gipfel des Hirschbergs, als auch das Hirschberghaus sehen.
Den Aufstieg vom Vorgipfel auf den Gipfel, der bei der aktuellen Schneelage gute 40 Minuten dauert, sollte man besser mit Schneeschuhen bestreiten. Oder man geht einige Meter leicht bergab und kehrt ein ins Hirschberghaus, welches sich auf 1.530 Metern Höhe befindet.
Im Hirschberghaus angekommen stärken wir uns mit einem lecker Mittagessen, bei dem uns die Sonne wieder einen Besuch beschert.
Und so steigen wir schließlich wieder gestärkt und zufrieden den gleichen Weg ins Tal ab – dieses Mal bei Sonnenschein.
Fazit: eine schöne Tour, die man auch gut an einem Nachmittag bewältigen kann. Bei den aktuellen Schneeverhältnissen sind vor allem ab der Materialseilbahn Schneeschuhe von Vorteil.
Im Sommer pilgern deutlich mehr Menschen auf den Münchener Hausberg. Es lohnt sich also möglichst früh dran zu sein um noch einen Parkplatz zu ergattern.

Hi Doris,
ich hatte mehr Glück: Super Wetter, schöne Fernsicht… Schneeschuhe haben wir nur das letzte Stückchen zum Gipfel benötigt, weil der Weg schon recht gut gespurt war. Da wir die Dinger aber schon mal dabei hatten sind wir beim Abstieg ein bisschen vom Rodelweg abgebogen, und durch die Wiesen getobt. Schöne Wintertour…
Grüsse, Joachim
wendenburg
January 30th, 2011 at 5:04 pmpermalink
Einen Kommentar schreiben