4 Jan 2010

Auf die Bodenschneid (1.668 m)

Verfasst von Rainer Frank

Wo ist meine 6:40er-BOB hingekommen? Dem Fahrplanwechsel zum Opfer gefallen. Jetzt gehts nur noch 30 Minuten früher oder später. Also fahre ich am Sonntag mit der 07:10er BOB vom Hauptbahnhof München Richtung Schliersee. In Fischhausen-Neuhaus bin ich eine knappe Stunde später und gehe von dort los zu meinem heutigen Ziel, der Bodenschneid.
Winter auf der Bodenschneid
Vom Bahnhof gehts ein kleines Stück Richtung Ortszentrum, dann trifft man schon auf die Sträßchen, die zum Weg zur Bodenschneid führen, und die allesamt gut ausgeschildert sind. Anfangs sanft ansteigend verwandelt sich der Weg schließlich in eine Forststraße, mit der man dann auch allmählich an Höhe gewinnt.
Der Weg weist bereits einige Rodelspuren auf, wenngleich im unteren Teil sicherlich die Kufen ein paar mal gelitten haben, weil halt doch noch nicht soooo viel Schnee liegt. Das ändert sich erst ab ca. 1200 Meter, wo der Weg auf eine Almwiese führt. Hier macht es dann aber auch Sinn, meine neu erworbenen Schneeschuhe anzuziehen, mit denen ich den Weg bis zum Bodenschneidhaus recht problemlos bewältige.
Ab dann folge ich der Spur meines Vorgängers Richtung Bodenschneid-Gipfel. Besagter Vorgänger war recht sportlich unterwegs, denn die ohnehin steile Wegführung hat er völlig ignoriert und wählte stattdessen IMMER die direkte Linie. In den allermeisten Fällen hab ich es ihm gleich getan, weils immernoch angenehmer war, als selbst zu spuren ;)
Anstrengend war es trotzdem und ich gebe zu recht froh gewesen zu sein, als ich kurz vor 12 den Gipfel erreiche. Da der gesamte Anstieg nordseitig und damit im Schatten liegt, freue ich mich auch über die Sonne und die traumhafte Aussicht Richtung Süden.
Weniger freut mich, dass mir hier am Gipfel auch verdammt viel Wind um die Ohren pfeift. Dadurch wird es trotz der Sonne empfindlich kalt und ich gönne mir nur eine sehr kurze Pause und schieße auf die schnelle nur zwei Fotos, um meine Hände schnellstmöglich wieder in die Handschuhe zu packen.
Wenn ich schon öffentlich unterwegs bin, muss ich ja nicht den Anstiegsweg wieder runter, dachte ich, und überlege mir am Gipfel noch eben die Route zum unten sichtbaren Tegernsee.
Also laufe ich mehr oder weniger Quer-Schnee-ein in südlicher Richtung, um irgendwann auf einen Steig zu stoßen, der mich dann auf den mir noch aus Kindertagen bestens bekannten Wanderweg Suttengebiet-Rottach führt. Diesen gehe ich weiter bis Enter-Rottach, von wo ich mit dem Bus nach Tegernsee will.
Aussicht in der Nähe von Rottach-Egern
Da der Bus noch auf sich warten lässt, beschließe ich bis zur Post in Rottach-Egern zu Fuß zu gehen. Ich bin aber langsamer als erwartet und steige deswegen auf dem Weg an einer weiteren Haltestelle zu. Mit der BOB bin ich gegen 17 Uhr wieder am Hauptbahnhof.
In der BOB habe ich übrigens meine vollkommen gefrorene Orangenschorle auch so weit wieder auftauen können, dass ich sie ab Holzkirchen immerhin schon stückchenweise lutschen konnte :-)
Fazit: sehr kalt, ziemlich anstrengend, tolle Aussicht!

Einen Kommentar schreiben

Kommentar:























































Browse

oder
  • Neueste Artikel

  • Kategorien

  • Tag-Wolke