25 Jan 2010
Auf den Panorama-Berg Geigelstein (1.813 m)
Mal wieder Sonntags treffen wir (Kathrin, Vroni und ich) uns am Kolumbusplatz, um von dort Richtung Chiemgau aufzubrechen. Unser heutiges Ziel: der Geigelstein. Von Sachrang aus wollen wir über die Schreckalm und die Priener Hütte auf den 1.813 Meter über dem Meer gelegenen Aussichtsgipfel steigen.
Bis wir uns am Ausgangspunkt, dem Parkplatz direkt vor dem Ortseingang Sachrang, warm eingepackt haben und die Schuhe geschnürt sind, ist es 08:30 Uhr.
An der unübersehbaren Rodelbahn starten wir den Aufstieg, der anfangs recht harmlos auf einer relativ langsam ansteigenden Forststraße verläuft. Wir halten uns an die Wegweiser Richtung Priener Hütte und Geigelstein (über Schreckalm), die auf dieser Tour die Richtung recht gut erkennen lassen. An die angeschriebenen Zeiten sollte man nicht glauben; hier müsste man manchmal SEHR schnell, dann wieder SEHR langsam, und manchmal auch einfach rückwärts gehen.
Nachdem wir gegen 11:00 Uhr die Schreckalm erreichen, ist der Wegverlauf nicht mehr so ganz klar; wir entscheiden uns nicht den Aufstieg zum Geigelstein zu nehmen, sondern gehen erst gerade aus weiter, wieder leicht absteigend zur Priener Hütte. Diese erreichen wir gegen 11:30 Uhr und gönnen uns noch unterhalb der Hütte erstmal eine kleine stärkende Pause, bevor wir den Gipfelstum angehen.
Apropos Sturm: mit jedem Meter, dem wir dem Gipfel näher kommen, wird klarer: da oben ist’s windig. Serh windig!
Ab der Hütte wird der Schnee allmählich tiefer und im Gegensatz zum bisherigen Aufstieg kann man auch ab und zu mal einsinken. Irgendwann lässt sich sogar Vroni, Königin des Ausrüstungs-Minimalismus, dazu überreden die Gamaschen anzulegen. Auf Grödeln oder Schneeschuhe können wir aber noch ganz gut verzichten.
Den Steigspuren folgend erreichen wir gegen 13:15 den Gipfel. Bei dem Panorama wird endlich wieder klar, warum es sich gelohnt hat, den Wecker auf 05:30 Uhr zu stellen. Einfach grandios!
Getrübt wird die fantastische Aussicht nur durch den Wind, der einem am Gipfel oben sehr stark und vor allem eiskalt um die Ohren pfeift. Nach ca. 30 Minuten halten wir es nicht mehr aus und steigen wieder hinunter zur Hütte. Durch den tiefen Schnee können wir in sieben-Meilen-Schritten hinunterlaufen; die Kunst ist es, schneller zu laufen, als man einsinken kann
Zurück auf der Hütte gönnen wir uns ein vernünftiges Mittagessen auf der sonnigen Terasse. Erst gegen 15:30 brechen wir wieder auf und machen uns an den Abstieg. Wir nehmen die Fahrstraße und sparen uns den Umweg über die Schreckalm. Um 17:00 Uhr – es dämmert bereits – sind wir wieder zurück am Parkplatz.
Fazit: wunderbare Tour mit traumhaftem Panorama!
